Im September haben wir in Köln mit einem großen Bündnis zu einer Demo für bezahlbaren Wohnraum aufgerufen! Die Mieterin und Sprecherin der Mieterinitiative Bocklemünd erzählt in ihrem Redebeitrag:
“Seit meiner Jugend leide ich an Asthma, COPD und Neurodermitis.Trotzdem musste ich über ein halbes Jahr in einer Wohnung leben, in der sich in jedem einzelnen Zimmer Schimmel gebildet hatte. [...]
Im vergangenen Jahr wurde in unserer Straße, der Börnestraße, eine Badsanierung durchgeführt. Während der Sanierung hatten wir mit Staub und Baulärm zu kämpfen. Wir mussten Duschcontainer und Campingtoiletten benutzen. Es gab keine Luftfilter und aus unserer Sicht keine ausreichenden Schutzmaßnahmen. Ich war allein in einem Monat 3 mal beim Arzt wegen Atemnot. Und obwohl uns zunächst schriftlich mitgeteilt wurde, dass kein Asbest vorhanden sei, wurde später doch Asbest an Rohren in der Vorratskammer festgestellt. Aber meine Geschichte ist nicht nur meine Geschichte. Bei uns im Veedel haben die meisten mit den gleichen Problemen zu kämpfen:
Schimmel.
Kaputte Leitungen.
Mangelhafte Sanierungen.
Lange Wartezeiten.
Und Schwierigkeiten, überhaupt eine Ansprechperson der LEG zu erreichen. Deshalb haben wir angefangen, uns untereinander auszutauschen und gemeinsam unsere Erfahrungen zu sammeln.
Im Frühjahr 2026 haben wir in Bocklemünd eine Petition gestartet.
Unsere Forderungen waren simpel und klar:
Wir wollen sicheres, gesundes und respektvolles Wohnen.
Von 550 Haushalten haben über 330 unterschrieben.
330 Haushalte.
Es geht nicht nur um einen einzelnen Schaden und nicht nur um eine einzelne Wohnung. Es geht darum dass wir endlich wieder bezahlbar, sicher und auch schön und wohnlich in dieser Stadt leben können!”