Es ist echt eine kleine Ironie der Geschichte, dass die Linkspartei zum ersten Mal die SPD in den Umfragen überholt und damit Oskar Lafontaines langersehten Traum erfüllt, nachdem er nicht nur ausgetreten ist sondern versucht , seine beide ehemaligen Vereine mit einer zunehmend donquichottischen Rechts-Links-Mischung zu überholen. Tragisch an der ganzen Sache ist, dass die Linke zwar die SPD technisch gesehen überholt, aber eigentlich vor allem stabil bleibt während die Sozialdemokraten immer tiefer sinken.
Zu seinen besten Zeiten wäre Lafontaine goldrichtig für diesen Moment, um die Linke aus der 12%-Ecke zu führen und die Millionen Ex-SPD-Wähler zu erreichen, die stattdessen zur AfD abwandern. Genau einen Kommunikator (oder Kommunikatorin) braucht sie. Stattdessen endet seine Karriere in politischer Irrelevanz mit einer ordentlichen Portion Xenophobie. Es ist traurig.