Jeder zweite Bundesbürger sieht “die Politik” als eines der größten Probleme des Landes. Woran könnte es liegen, dass Politiker von so vielen Menschen nur noch als eine abgehobene, geizige Elite betrachtet werden?
Sicherlich nicht nur, aber auch an Typen wie der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth. Nach 27 Jahren im Parlament verabschiedete er sich von der politischen Bühne mit einem “mutigen” Buch darüber, wie sehr seine psychische Gesundheit unter dem Druck des Politikerlebens litt. Doch nur ein Jahr nach seinem Ausscheiden aus der Politik hat er eine neue Tätigkeit: seine Firma mit dem etwas größenwahnsinnigen Namen “Freedomfighter GmbH” berät nun die deutsche Lotteriegesellschaften dabei, wie sie sich am besten privatisieren lassen. Sprich: Genosse Roth sorgt sich vielleicht um die eigene psychische Gesundheit, sieht aber keinen Widerspruch darin, Geld zu nehmen von einer Industrie die wie keine andere zur psychischen Krankheit führt und psychische Kranke menschen ausnimmt. Wenn das dem sozialdemokratischen Verständnis des “Freiheitskampfs” entspricht, dann kein Wunder, dass kaum noch jemand sich dafür einspannen lassen mag...
Der Roth sieht vermutlich nur die rund 3,4 Milliarden Euro, die jährlich aus den Lottoeinnahmen in die Förderung von Sport, Kultur und sozialen Projekten fließen. Als echter Soze sieht er natürlich auch gleich das Einsparpotenzial beim Sozialklimbim, um noch ein paar Milliarden für den Freiheitskampf der Ukraine an der NATO-Ostfront locker zu machen. Der Krieg muss weiter gehen... Michi macht's möglich!