Warum die DDR-Literatur uns heute interessieren sollte
Chefredakteur von Jacobin
Was Marx uns über Künstliche Intelligenz sagen kann
@lorenbalhorn @SpittyO ich hatte mal ne längere Diskussion mit nem Grünen Ratsherren, weil ich auch gefragt hab, ob er schon immer der Meinung war wie jetzt. Und da meinte er, "Klar, damals im kalten Krieg war ich auch Pazifist. Aber da hätten wir auch niemals gedacht, dass es mal Krieg in Europa geben könnte."
Und ich glaub so einen kafkaesquen Satz werd ich nie wieder hören.
lmao
Langsam macht mir die Aufrüstungsbereitschaft in Deutschland immer mehr angst. Gestern lief im Deutschlandfunk eine Diskussionsrunde über das Thema "Wird die Autoindustrie zur Aufrüstungsindustrie". Viele Anrufer wirkten so, als seien sie schon komplett auf dem Film, dass Deutschland aufrüsten muss und brachten auch schon Ideen ein, was die Autokonzerne als sogenannte "dual use Produkte" herstellen können. Das ganze macht mich echt traurig. #Kriegstüchtigkeit #Aufrüstung
Ich kann auf einer emotionalen Ebene die Reaktion vor dem russischen Angriff durchaus nachvollziehen, es ist dennoch schauderhaft, wie schnell die antimilitaristische Tradition aufgegeben wird von breiten Teilen des linksliberalen Spektrums.
Erster Cover-Sneak-Peek:
Ok, das mit dem zitieren funktioniert noch nicht so ideal glaub ich
@jonasthiel_32 jetzt aber!
In meiner jugendlichen Heimat (vor allem bekannt für seinen hohen Grad an Menschen mit deutschen Wurzeln) führt eine Sozialistin gerade die Umfragen. Eine unglaubliche Entwicklung in einem Bundesstaat, der vor 20 Jahren die gleichgeschlechtliche Ehe per Volksabstimmung verfassungsrechtlich verbot und fünf Jahre später Gewerkschaften im öffentlichen Dienst de facto verunmöglichte.
Seit Monaten erlebt die DSA wieder einen Höhenflug, ausgelöst durch den Erfolg von Mamdani einerseits und die Ablehnung von Trump andererseits. Ich denke, das zeigt zwei Sachen: die Linke darf nie verzweifeln, auch nicht in den dunkelsten Momenten, denn die Unterstützung für die radikale Rechte greift längst nicht so tief, wie momentane Aufnahmen oder ein Wahlergebnis vielleicht suggerieren. Zweitens: die Radikalisierung (oder besser gesagt Politisierung) findet nach wie vor in bestehenden, linksreformistischen Strukturen statt, sei es DSA in den USA oder die Linkspartei in Deutschland. That's where the action is, bei aller Kritik und Mängel, und entsprechend wo wir aktiv sein sollen.
@lorenbalhorn ich wünschte, diese Idee, sich endlich wieder auf eine echte sozialistische Alternative zu berufen, würde auch in Sachsen-Anhalt ankommen. Die zivilgesellschaftliche Linke verkämpft sich hier in wirkungslosen Ideen zu Parteiverboten und taktischem Wählen und sieht dabei in der AfD nach wie vor den Hauptfeind und die Ursache für alles Schlechte. Und selbst Die LINKE ist bereit, mit viel Pathos und Verantwortungsbewusstsein, mit der CDU zu koalieren. Systemkritik und eine echte sozialistische Alternative fehlen fast vollständig.
@gregor_laukert Die strategische Ratlosigkeit der Linken im Osten ist wirklich bemerkenswert, und müsste eigentlich mal historisch-soziologisch aufgearbeitet werden...
Eine AfD-Regierung ist nicht das Ende vom Lied
Friedrich Merz wollte die AfD halbieren und hat sie stattdessen in Umfragen zur stärksten Kraft gemacht. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze scheint den Kampf gegen seinen Herausforderer Ulrich Siegmund innerlich bereits aufgegeben zu haben. So wie es aussieht, könnte die AfD bald eine erste Landesregierung und in nicht allzu ferner Zukunft auch einmal die Bundesregierung stellen.
Viele Linke betrachten das als ein Endzeit-Szenario. Doch aus den Erfahrungen unserer europäischen Nachbarn wissen wir, was eine rechtspopulistische Partei an der Macht realistisch bedeutet: mehr Abschiebungen und offener Rassismus, drastischere Kürzungen und zunehmende Korruption, ja, aber nicht gleich die Abschaffung der bürgerlichen Demokratie.
Angesichts des drohenden AfD-Wahlsiegs machen sich manche Linke stark für eine gemeinsame Regierung mit denjenigen Parteien, die die jetzige politische Anomie verantworten, während andere (Ex-)Linke meinen, in Form einer sogenannten »Expertenregierung« gemeinsame Sache mit der AfD machen zu können, um sie am Ende irgendwie doch klein zu halten. Doch keiner dieser Wege führt auf kurz oder lang zur Stärkung einer sozialistischen Alternative. Was wir brauchen, ist weder Panik noch Resignation, sondern Mut und die feste Überzeugung, dass linke Politik am Ende einen besseren Ausweg aus der Krise darstellt als das, was unsere Gegner anzubieten haben.
Warum die DDR-Literatur uns heute interessieren sollte
Ich habe in meinem Germanistik-Studium an einer übelstelitären privaten Elite-Uni in den USA mehr über die DDR-Literatur erfahren als in 15 Jahren als Anwohner der BRD. Sad!
Ich freu mich so, dass es das jetzt gibt! Hallo in die Runde☺️
@sarahlee We miss you!
Das BSW betont immer wieder, dass die wachsende Unterstützung für die AfD Symptom eines tieferen gesellschaftlichen Unbehagens ist, das man nicht mit Verboten und Repression bändigen kann. Bei Islamismus – der ebenso Ausdruck einer tieferen Verzweifelung ist und seine Anziehungskraft vor allem unter marginalisierten Milieus entfaltet – ist man aber dann doch auf Linie. Eine sozialistische Linke sollte weder zu Rechtsextremismus noch zu Islamismus schweigen, aber muss ebenso erkennen, dass sie nur mit einer universalistischen Politik bekämpft und besiegt werden können.
Man kehrt aus der Elternzeit zurück und bekommt direkt eine wunderschöne neue Website und sogar eigene Community-Spaces. Wie genial! Muss ich wohl öfters machen.