Fünf Illusionen, die uns gefangen halten
Der Kapitalismus ist weder natürlich noch freiheitlich. Wollen wir uns wirklich emanzipieren, müssen wir mit einer Reihe falscher Vorstellungen brechen.
Clara Mattei
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Ist das Faschismus oder (noch) nicht?
Wir haben Carolin Amlinger, Richard Seymour, Eva von Redecker und Dylan Riley in einen Signal-Gruppenchat eingeladen, um zu ergründen, warum Rechte überall Kommunismus sehen und wie sie wirklich zur Demokratie stehen.
MB
»Die Geschichte muss sich nicht wiederholen, damit wir den Faschismus erkennen können.« Collage: Johanna Goldmann
»Die Geschichte muss sich nicht wiederholen, damit wir den Faschismus erkennen können.« Collage: Johanna Goldmann
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Die deutsche Autoindustrie rutscht in die Peripherie ab
Weil deutsches Kapital den technologischen Anschluss an China verloren hat, stehen bei VW 100.000 Jobs auf dem Spiel. Standortpolitik alleine wird nicht reichen, um diese Krise zu lösen.
Leon Switala
Der Stellenabbau bei VW trifft die Grundlage des deutschen Wohlstandsmodells. Bild: IMAGO / Jochen Eckel
Der Stellenabbau bei VW trifft die Grundlage des deutschen Wohlstandsmodells. Bild: IMAGO / Jochen Eckel
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In der West Bank bestimmt Apartheid jedes Spiel
Zum Training brauchen palästinensische Sportler oft Stunden statt Minuten. Doch nicht Checkpoints allein bremsen sie – die Besatzung durchdringt jeden Winkel ihres Alltags und macht Fußball zum Akt des Widerstands.
Mathias Dehne
Palästinensische Kinder spielen Fußball neben der Separationsanlage. Bild: IMAGO / Anadolu Agency
Palästinensische Kinder spielen Fußball neben der Separationsanlage. Bild: IMAGO / Anadolu Agency
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Die Gen Z hatte nie die Wahl, »faul« zu sein
Der Generation Z wurde jahrelang vorgeworfen, sie wolle nicht arbeiten. Jetzt zeigt eine Erhebung, dass so viele junge Menschen erwerbstätig sind wie seit Jahrzehnten nicht mehr – weil steigende Lebenshaltungskosten sie dazu zwingen.
MB
Besonders Studierende haben immer häufiger einen Nebenjob – oft in der Gastro oder im Handel. Bild: IMAGO / NurPhoto
Besonders Studierende haben immer häufiger einen Nebenjob – oft in der Gastro oder im Handel. Bild: IMAGO / NurPhoto
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Die USA wollen Kuba aushungern
Nachdem die Trump-Regierung Kuba bereits den Zugang zu Öl abgeschnitten hat, greift sie nun gezielt die Fähigkeiten des Landes an, Nahrungsmittel anzubauen, zu verarbeiten und zu importieren – es sei denn, Kuba kauft bei US-Unternehmen ein.
Logan McMillen
Ein Obst- und Gemüsehändler in Havanna, Kuba. Aufnahme von 2019. IMAGO / Pond5 Images
Ein Obst- und Gemüsehändler in Havanna, Kuba. Aufnahme von 2019. IMAGO / Pond5 Images
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Warum auch die FDP enteignen wollen sollte
Die Berliner FDP sagt nein zur Enteignung von Immobilienkonzernen. Landeseigene Wohnungen würde sie aber günstig an die Bewohner verkaufen. Wäre sie konsequent liberal, müsste sie dasselbe auch für Mieter von Deutsche Wohnen und Co. fordern.
Thomas Zimmermann
In den Freiburger Thesen der FDP hieß es einmal: »Freiheit und Recht sind […] bedroht durch die Tendenz zur Akkumulation von Besitz und Geld, die die Reichen immer reicher werden läßt.« IMAGO / Berlinfoto
In den Freiburger Thesen der FDP hieß es einmal: »Freiheit und Recht sind […] bedroht durch die Tendenz zur Akkumulation von Besitz und Geld, die die Reichen immer reicher werden läßt.« IMAGO / Berlinfoto
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Die Linke in den USA ist erneut auf Erfolgskurs
Abdul El-Sayed gewinnt die Senatsvorwahl der Demokraten in Michigan, obwohl seine Gegnerin dank AIPAC-Millionen neunmal so viel Geld zur Verfügung hatte. Der Sieg zeigt: Selbst der teuerste Wahlkampf der Bundesstaatsgeschichte kann die Linke nicht mehr aufhalten.
Branko Marcetic
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Was folgt aus dem Niedrigwasser-Schock?
Rekordhitze und Dürre in Europa zeigen, dass die Klimakrise eine ökonomisch zerstörerische Kraft ist. Wenn zukünftige Schocks nicht auf ebenso unvorbereitete Gesellschaften treffen sollen, muss die Klimapolitik einen neuen Anlauf machen.
David Goeßmann
Das Niedrigwasser fördert nicht nur alte Schiffswracks zutage, wie hier im Rhein, sondern legt auch die Hilflosigkeit unserer Gesellschaften gegenüber Extremwetter offen. IMAGO / Hans Blossey
Das Niedrigwasser fördert nicht nur alte Schiffswracks zutage, wie hier im Rhein, sondern legt auch die Hilflosigkeit unserer Gesellschaften gegenüber Extremwetter offen. IMAGO / Hans Blossey
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Wieso die Technofeudalismus-These marxistisch ist
Yanis Varoufakis bezeichnet die überwältigende Macht der Big-Tech-Konzerne über unsere moderne Wirtschaft als »Technofeudalismus«. In Jacobin erklärt er, dass dies keine moralische Bewertung ist, sondern eine marxistisch Kritik an den Dynamiken der heutigen Kapitalakkumulation.
Yanis Varoufakis
Manche Kritiker von Yanis Varoufakis’ Konzept der übermächtigen »technofeudalen« Kontrolle argumentieren, es idealisiere vergangene Formen des Kapitalismus. Er hält diese Kritik für unberechtigt. IMAGO / Nicolas Koutsokostas
Manche Kritiker von Yanis Varoufakis’ Konzept der übermächtigen »technofeudalen« Kontrolle argumentieren, es idealisiere vergangene Formen des Kapitalismus. Er hält diese Kritik für unberechtigt. IMAGO / Nicolas Koutsokostas
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Vergiss die unsichtbare Hand, es geht um Imperien
Der ökonomische Mainstream behauptet, der Kapitalismus beruhe auf Konkurrenz. Doch heute ist an die Stelle des Wettbewerbs das Errichten privater Imperien getreten – und wir alle zahlen den Preis dafür.
Grace Blakeley
»Das Endergebnis ist ein Weltsystem, das von einigen wenigen Monopolen dominiert wird, die von imperialistischen Staaten unterstützt werden.« IMAGO/Newscom/AdMedia
»Das Endergebnis ist ein Weltsystem, das von einigen wenigen Monopolen dominiert wird, die von imperialistischen Staaten unterstützt werden.« IMAGO/Newscom/AdMedia
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Die Minecraft-Marxisten
Am Sozialismus wird gebaut – auf einem Desktop ganz in deiner Nähe.
Natasha Lasky
»2024 wurde die Xeroistische Republik Zilatra geboren, eine virtuelle sozialistische Demokratie.« Illustration: Johanna Goldmann
»2024 wurde die Xeroistische Republik Zilatra geboren, eine virtuelle sozialistische Demokratie.« Illustration: Johanna Goldmann
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Wie man ein Meme pflanzt
Nur wenige machen sich die Mühe, die Online-Taktiken der Alt-Right zu studieren und für linke Zwecke anzueignen. Der Künstler Joshua Citarella ist die Ausnahme. Im Interview spricht er über Kunstwelten, Internet-Subkulturen und die Meme-Pipeline.
Joshua Citarella
»In den Jahren 2015 und 2016 saß ich in der ersten Reihe, als das entstand, was wir später als Alt-Right bezeichnen sollten.« Foto © Joshua Citarella
»In den Jahren 2015 und 2016 saß ich in der ersten Reihe, als das entstand, was wir später als Alt-Right bezeichnen sollten.« Foto © Joshua Citarella
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Der Schwarze Partisan
Er bekämpfte den Faschismus erst im italienisch besetzten Äthiopien, dann als Partisan in Italien selbst und schließlich als Teil der alliierten Streitkräfte in Deutschland: Die Geschichte von Abdisa Aaga ist einzigartig und zugleich beispielhaft.
Bafta
»Nach dem Sieg über die italienischen Faschisten schwenkte Abdisa Aaga mit seinen internationalen Partisanen die äthiopische Flagge in Rom.« Illustration: Andrea Ihl
»Nach dem Sieg über die italienischen Faschisten schwenkte Abdisa Aaga mit seinen internationalen Partisanen die äthiopische Flagge in Rom.« Illustration: Andrea Ihl
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Sich selbst der Nächste
Sozialabbau macht mehr als nur das Leben schwerer. Die Verdrängung aus sozialen Sicherungssystemen in die private Vorsorge soll die Basis für kollektives politisches Bewusstsein auflösen.
Astrid Zimmermann
»Merz ist schon jetzt der unpopulärste Kanzler, den dieses Land je gesehen hat, und peitscht dennoch Reformen durch, die unbeliebter kaum sein könnten.« Illustration: Marie Schwab
»Merz ist schon jetzt der unpopulärste Kanzler, den dieses Land je gesehen hat, und peitscht dennoch Reformen durch, die unbeliebter kaum sein könnten.« Illustration: Marie Schwab
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Geld gegen rechts
Die Kampagnenorganisation Campact sammelt Millionen, um damit Wahlkampf gegen die AfD zu machen. Der Plan könnte aufgehen. Doch demokratisch ist das nicht.
Jonas Junack
»Langfristig ist der Demokratie nicht geholfen, wenn Wahlkämpfe zum Wettbieten werden.« Illustration: Marie Schwab
»Langfristig ist der Demokratie nicht geholfen, wenn Wahlkämpfe zum Wettbieten werden.« Illustration: Marie Schwab
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Nach Magdeburg ist vor Berlin
Im September wählt Sachsen-Anhalt zwischen einer AfD-Alleinregierung und einer Anti-AfD-Allparteienkoalition ohne Vision. Der Wahlausgang könnte auch die Bundespolitik umsortieren.
Sebastian Friedrich
»Das wahrscheinlichste Ergebnis einer Zusammenarbeit von CDU und AfD auf Länderebene wäre ein Auseinanderbrechen der Union.« Illustration: Zane Zlemeša
»Das wahrscheinlichste Ergebnis einer Zusammenarbeit von CDU und AfD auf Länderebene wäre ein Auseinanderbrechen der Union.« Illustration: Zane Zlemeša
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Liberalismus mit Haken
Faschismus und Liberalismus gelten als absolute Gegensätze. Doch die Laufbahnen ordoliberaler Ökonomen im Nationalsozialismus zeichnen ein anderes Bild.
Pavlos Roufos
»Ludwig Erhard befasste sich in der Nazizeit mit der Lösung ökonomischer Schwierigkeiten in besetzten oder annektierten osteuropäischen Gebieten.« Foto: Wikimedia Commons/Anefo/Eric Koch
»Ludwig Erhard befasste sich in der Nazizeit mit der Lösung ökonomischer Schwierigkeiten in besetzten oder annektierten osteuropäischen Gebieten.« Foto: Wikimedia Commons/Anefo/Eric Koch
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Dumm dank Dimitroff?
Der DDR-Antifaschismus wird oft als marxistisch-dogmatisches Symboltheater zur Selbstrechtfertigung dargestellt. Enthält er trotzdem Lehren für heute?
Dietmar Dath
»Der Vater, der in Pianke sagt, kein Gefängnis sei groß genug für alle Nazis, denkt sich die Insassen einer solchen Anstalt aber nicht nur als Bosse.« Filmstill: © DRA/Dieter Jaeger
»Der Vater, der in Pianke sagt, kein Gefängnis sei groß genug für alle Nazis, denkt sich die Insassen einer solchen Anstalt aber nicht nur als Bosse.« Filmstill: © DRA/Dieter Jaeger
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