Es ist immer wieder erstaunlich wie manche Menschen berechtigte Kritik an einer Sache äußern (bspw. das Sparen am Gesundheitssystem und Profitinteressen von Pharmakonzernen) und nicht merken, dass sie latente Kapitalismuskritik äußern. Am Ende wird der Kapitalismus dann doch verteidigt, wenn man darauf aufmerksam macht, dass der Laden halt so läuft und warum er so läuft.
Ein saftiges Moin in die Runde!
Macht der Spiegel hier Wahlkampf für die AfD? Wenn man sich Rechte aufs Cover packt, dann sollte man das wirklich auf eine Art tun, die sie nicht mega ikonisch aussehen lässt. Das hier kann sich Ulrich Siegmund doch einrahmen und ins Wohnzimmer hängen 😂
@thomaszimmermann Diese "Entzauberungsversuche" sind unerträglich. Offensichtlich klappt es seit über 10 Jahren nicht die bereits bekannten rechtsextremen Netzwerke hinter der AfD "aufzudecken".
Ich habe den Artikel überflogen und der Spiegel schafft es nicht konkret inhaltlich zu nennen was schlecht an der AfD bzw. an deren Politik ist. Stattdessen wird moralisch gewertet, dass er aus opportunistischen Gründen der CDU beigetreten, 2014 zur AfD geswitcht ist, dass es ihm während der Corona Zeit den Stecker gezogen hat und dass er ein rechtsextremes Umfeld hat. Das ist ja völlig undenkbar, dass ein AfD Politiker eine rechtsextreme Vergangenheit hat oder ein rechtsextremes Umfeld.
Danke lieber Spiegel für diese brillante Analyse, wie wir sie nie zuvor gesehen haben. Jetzt müssen doch mal die AfD-Wähler in Sachsen-Anhalt aufwachen nach diesen brandheißen Informationen 🤡
habe gestern dieses gespräch von luisa neubauer im hotel matze gehört und war total fasziniert davon, wie ideenlos der gegenwärtige linksliberalismus ist. sie können nichts anbieten außer ihr eigene entschärfung. die CDU ist die partei, die in dem podcast am öftesten lobend erwähnt wurde, neubauer wünscht merz sogar, gut regieren zu können– und nimmt dem eigenen protest mit einem absurden "Kritik ist Liebe"-Framing auch total der Wind aus den Segeln.
@magdalena Luisa ist bei einem Thema auf Reformismus und Kompromissmus unterwegs, wo es keinen geben kann und wird mit diesem Wirtschaftssystem.
Als ob konkurrierende Staaten auf Wachstum und somit auch Wohlstand und ihre globalpolitische Stellung gefährden, um den Klimawandel zu bekämpfen. Solange es den kurz bis mittelfristigen Interessen dienlicher ist dem Klima zu schaden, wird man bei politischen Entscheidungsträger und vor allem bei Eigentümern der Produktionsmittel keine Kompromisse oder Reformen erwarten können.
Greta Thunberg hat es verstanden, während sich Luisa leider in einer Sachgasse befindet und heftig gegen die Wand fahren wird.
In diesem Sinne fallen mir zwei gute Zitate und passende Zitate von Dietrich Bonhoeffer ein (es lohnt sich mit diesem Menschen auseinandersetzen!), der heftigst seine tiefsten Grundüberzeugungen über Bord werfen musste, weil es schlicht keine Kompromisse gab im Nationasozialismus.
- „Es gibt Dinge, für die es sich lohnt, eine kompromisslose Haltung einzunehmen.“
- „Der Radikalismus haßt die Zeit, der Kompromiß haßt die Ewigkeit; der Radikalismus haßt die Geduld, der Kompromiß haßt die Entscheidung.“
Das soll natürlich kein Aufruf oder Verharmlosung zur Gewalt werden oder die Gleichsetzung von der Klimakrise mit dem dritten Reich, sondern zur kritischen Auseinandersetzung dienen, ob es beim Klimawandel wirklich wichtig ist Kompromisse einzugehen oder moralische "richtige" Mittel für den Protest zu wählen, während Profiteure den Lebensraum aller Lebewesen zerstören, jene Moral sowie Kompromisse für Profite schnell über Board werfen und für viel Leid und Tod verantwortlich sein werden bzw. bereits sind.
Man muss sich auch im Kopf behalten, dass man eine Verhinderungsregierung nicht an Bedingungen knüpfen kann.
Man kann nicht sagen, wir koalieren mit der CDU um eine AfD-Regierung zu verhindern, aber nur, wenn wir das und das dafür bekommen. Damit setzt man sich sofort der Kritik aus, man würde nicht alles tun, um die AfD zu verhindern.
Man muss entweder jede Haltelinie abreißen oder von Anfang an sagen, dass die Taktik, die AfD durchs regieren zu bekämpfen, nicht funktionieren wird und es deshalb sein lassen. Bei der Frage gibt es kein fence sitting.
@jonasthiel_32 Genau das.
Linke Politik und die CDU sind unvereinbar (sogar aus der Sicht der CDU). Die CDU betreibt bereits AfD Politik, also warum seine Integrität wegwerfen, um etwas vermeintlich zu vermeiden, was realpolitisch schon in vielen Facetten da ist?
Zumal man mit einer Koalition der Bauchschmerzen das AfD-Narrativ füttert, dass alle anderen Parteiern "unter einer Decke stecken".
Die CDU ist kein Freund und auch kein Verbündeter. Sie sind Haufen Opportunisten, die nur nach ihrem eigenen Vorteil streben, zur Not auch mit der AfD.
Die AfD ist ein Symptom und die Ursache gehört in erster Linie bekämpft. Darauf muss der Fokus der PDL liegen.
Das Farbschema dieser Plattform löst in mir das vergessene Bedürfnis aus meine Genossen gruscheln zu wollen. Wann kommt diese Funktion?
Langsam macht mir die Aufrüstungsbereitschaft in Deutschland immer mehr angst. Gestern lief im Deutschlandfunk eine Diskussionsrunde über das Thema "Wird die Autoindustrie zur Aufrüstungsindustrie". Viele Anrufer wirkten so, als seien sie schon komplett auf dem Film, dass Deutschland aufrüsten muss und brachten auch schon Ideen ein, was die Autokonzerne als sogenannte "dual use Produkte" herstellen können. Das ganze macht mich echt traurig. #Kriegstüchtigkeit #Aufrüstung
@SpittyO ich muss ehrlich zugeben, dass ich vor ca. zwei Jahren auch noch der Meinung war, dass Aufrüstung gegen Russland richtig sei. Das Buch von Ole Nymoen hat mich mit einer Sichtweise konfrontiert, die ich zuvor nie wahrgenommen hatte und es hat mich inhaltlich schlussendlich überzeugt.
Meiner Erfahrung nach scheuen sich viele vor einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Kosntrukt "Staat" und wie dieser im Zweifelsfall über die Bevölkerung verfügt wie über Material, unabhängig ob autorität, totalitär, demokratisch, etc.
Leider führt der innere Konflikt bei vielen Linksliberalen nicht dazu den Umstand anzuerkennen, sondern eher zu leugnen oder es sich moralisch schön zu reden oder zu legitmieren. Das hat dieselbe Energie wie Menschen, die einem Veganer/Vegetarier erklären wollen, dass ihnen Tierschutz wichtig sei und deshalb nur gutes bzw. Bio-Fleisch essen.
Wie sagte K.I.Z so schön: "Na klar sind wir für Frieden, doch erst müssen wir gewinnen"